Tag 6 begann mit einem Streckenabschnitt, auf den wir uns schon vorher gefreut hatten:
Positano und die Amalfiküste.
Von Pompei ging es zunächst Richtung Positano und anschließend weiter entlang der Küste nach Amalfi.
Die Amalfiküste gehört zum UNESCO-Welterbe und ist berühmt für ihre steilen Felsen, kleinen Buchten und die Orte, die förmlich an den Berghängen über dem Tyrrhenischen Meer kleben. Positano mit seinen Häusern am Hang gehört sicherlich zu den bekanntesten Bildern dieser Region. Italia.it
Die Aussicht war entsprechend grandios.
Der Fahrspaß allerdings etwas weniger.
Die Strecke war extrem voll, so dass man sich mehr durch den Verkehr arbeitete, als die Straße wirklich genießen zu können. Trotzdem: landschaftlich definitiv ein Erlebnis.
Danach stand wieder eine echte Road Mission auf dem Programm.
Wir mussten die alte SS 18 von Vallo della Lucania über Cuccaro Vetere nach Laurito fahren.
Genau solche Strecken sind eigentlich der Grund, warum wir diese Rallye fahren: abseits der Autobahn, viele Kurven, Höhenmeter und Landschaft.
Später ging es wieder hinunter Richtung Küste und weiter nach Scalea.
Übernachtet haben wir allerdings im wunderschönen Diamante.
Eine ausgesprochen gute Entscheidung: Diamante liegt direkt am Tyrrhenischen Meer und ist vor allem als „Stadt der Murales“ bekannt. Mehr als 150 Wandgemälde verteilen sich dort über Häuser und Gassen. Außerdem gilt der Ort als eine Art Hauptstadt des kalabrischen Peperoncino. Italia.it
Rallyemäßig gab es natürlich ebenfalls eine Aufgabe.
Jedes Team hatte einen eigenen Dominostein bekommen. Ziel war es, unterwegs möglichst viele andere Teams zu finden und mit ihnen Domino zu spielen. Ein schöner Anlass, unterwegs mit anderen Teilnehmern zusammenzukommen.
Weniger schön war dagegen das Wetter.
Die zuvor aus Norditalien gemeldeten Unwetter hatten uns inzwischen eingeholt. Teilweise regnete es so stark, dass die Sicht praktisch auf ein Minimum zusammenschrumpfte.
Nach all den Höhenmetern mit dem heckgetriebenen Capri auf völlig durchnässter Straße wieder bergab zu fahren, war dann durchaus ein kleines Abenteuer.
Und leider meldete sich auch der Capri akustisch.
Seit einiger Zeit gibt es eine unschöne, schwer zu beschreibende Geräuschkulisse. Unser Verdacht liegt im Bereich der Abgasanlage.
Team RallyeRescue hat sich der Sache angenommen, die Krümmerdichtungen getauscht und weitere Flansche nachgezogen.
Leider ohne Erfolg.
Da der Motor aber keinen Leistungsverlust zeigt und ansonsten sauber läuft, haben wir entschieden:
Wir fahren weiter.
Nach der Rallye darf sich dann der Capri-Spezialist Tilo Rögelein in Ruhe darum kümmern.
Oldtimer-Rallye eben. 😉
❤️ Unsere Spendenaktion für Mama/Papa hat Krebs e.V. läuft natürlich ebenfalls weiter: